Personen
Kommunikations- wissenschaft / Soziale Kommunikation
Kommunikations- wissenschaft mit Schwerpunkt Vergleichende Analyse von Medien- systemen / Kommunikations- kulturen
Vergleichende Literatur- wissenschaft - Schwerpunkt Kultur-, und Medientheorie, Mediengeschichte
Empirische Kommunikations- forschung / Methoden
Kommunikations- wissenschaft mit Schwerpunkt Medienintegration
Projekt: Brief in der Gesellschaft
CLIC - Computer based Learning: Introduction to Communications
Ernährungs- information im Fernsehen
Auslandsrundfunk im "Dialog der Kulturen"
Ehemalige Mitarbeiter
M.A.-Studium
B.A.-Studium

Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt Medienintegration

Professur von Prof. Dr. Joachim R. Höflich

  

Zentraler Forschungsgegenstand ist die Entwicklung und der Gebrauch neuer Medien sowie deren gesellschaftlichen Auswirkungen. Unter dem Vorzeichen des Medienwandels geht es nicht nur um die ‚klassischen’ Massenmedien, sondern um Medien der interpersonalen Kommunikation, vom Computer als Kommunikationsmedium bis hin zur mobilen Kommunikation und somit auch um einen Wandel von Vermittlungskulturen. Medienintegration wird dabei zum einen verstanden als ein Aspekt der medialen Entwicklung hin zu einem ‚Zusammenwachsen’ von Medien im Sinne einer Medienkonvergenz. Zum anderen ist damit auch die ‚Integration’ von Medien in den, sei es beruflichen oder privaten, Alltag gemeint.

Interpersonale Kommunikation Die Welt der Medien befindet sich in einem rasanten Wandel. Immer mehr Medien durchdringen den kommunikativen Alltag der Menschen. Es gibt kaum noch medienfreie Zonen. Dabei spielen nicht nur die Massenmedien eine immer größer werdende Rolle, sondern ebenso neue Medien der interpersonalen Kommunikation - angefangen von den Möglichkeiten des Internets bis hin zu denen der mobilen Kommunikation.

Die mit einer solchen Entwicklung einhergehenden Wandlungsprozesse medialer (interpersonaler) Kommunikation im Kontext einer allumfassenden Mediatisierung kommunikativer Alltagspraktiken bilden den zentralen Forschungsgegenstand der Professur für Medienintegration. Dabei geht es nicht nur darum, dass bisherige Medien ‚zusammenwachsen’ (Stichwort: Medienkonvergenz) sondern auch um die ‚Integration’ von Medien in den beruflichen wie privaten Alltag. Auf welche Weise prägt ein Medium den Prozess zwischenmenschlicher Kommunikation? Was bedeutet es für die individuelle aber auch gesellschaftliche Kommunikation, wenn Menschen Medien und zudem immer mehr Medien verwenden? Bringen Medien Menschen eher zusammen oder auseinander? Inwiefern verschieben sich durch die Nutzung von Medien Grenzen der privaten und öffentlichen Kommunikation? Wie verändert sich die Bedeutung ‚alter’ Medien, wenn immer mehr ‚neue’ Medien hinzukommen?

Empirische Projekte, die sich mit Fragen nach der Entwicklung, Nutzung und den damit verbundenen gesellschaftlichen Auswirkungen von Medien beschäftigen sind zum Beispiel das von der Deutschen Post AG geförderte Projekt über die ‚kommunikative Funktion des Briefes in der telematischen Gesellschaft’. In diesem Zusammenhang entstand auch die erste kommunikationswissenschaftliche Studie im deutschen Sprachraum zur SMS Nutzung Jugendlicher. Einen weiteren Schwerpunkt der Forschung bilden die Mobilkommunikation und damit verbundene gesellschaftliche Auswirkungen. Mitunter wurden hier im Rahmen eines ‚forschenden Lehrens’ bereits Beobachtungsstudien zur Nutzung des Mobiltelefons auf der Piazza Matteotti in Udine (Italien) durchgeführt.

Auch im Lehrprogramm der Erfurter Kommunikationswissenschaft werden aktuelle mediale Entwicklungen sowie darauf bezogene Wandlungsprozesse medialer kommunikativer Alltagsaktivitäten beständig zum Thema gemacht - sei dies in der B.A.-Ausbildung oder in dem im Wintersemester 02/03 neu installierten M.A.-Studienschwerpunkt ‚Medienwandel’. Im Rahmen der Projektstudienphase (B.A.) sind dabei bereits eine ganze Reihe von Forschungsarbeiten entstanden, wie z.B. über die Nutzung des Handys durch Jugendliche, über das Multimedia Messaging (MMS) oder das Instant Messaging (IM). M.A.-Arbeiten beschäftigen sich u.a. mit dem Wandel der Kommunikationskultur in einem Thüringer Dorf oder der Nutzung des Mobiltelefons in Spanien (Madrid).

Prof. Dr. Joachim Höflich hat in Augsburg, Hohenheim und an anderen Universitäten gearbeitet. Ab 2000 war Prof. Höflich zunächst als Gastprofessor an der Universität Erfurt, dann als Vertretungsprofessor und seit 2002 ist er Professor für Kommunikationswissenschaft. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf der Interpersonalen Kommunikation; Mediennutzung und Medienwirkungen; "Neuen" Informations- und Kommunikationstechnologien und Vermittlungskulturen und der Theorie (technisch) vermittelter Kommunikation.

Professoren:
>Prof. Dr. Joachim R. Höflich
Mitarbeiter:
>Dipl.-Medienwiss. Christine Dietmar
>Julian Gebhardt, Dr. des.
>Georg F. Kircher, MA
>Isabel Schlote, MA

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M.A.-Veranstaltungen:
Forschungsschwerpunkte:
>Mediatisierte Interpersonale Kommunikation
>Medienwandel
>Mobile Kommunikation
>Mediennutzung und Medienwirkungen
Forschungsprojekte:
>DFG-Projekt „Mobile Kommunikation, Telematisierung des Alltags und der Wandel medialer Praktiken“

Artikel:
>Internationales Doktorandenkolloquium in Pordenone
>After the Mobile Phone? Social Changes and the Development of Mobile Communication
>Promotionsstipendium der Thüringer Landesmedienanstalt (TLM)
>Mobile Kommunikation. Perspektiven und Forschungsfelder.
>An 'ethnographic view ' on mobile communication
>Gründung der SSSMC
>Tagungsbericht "Mobile Communication: Current Trends in Research"

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