Personen
Kommunikations- wissenschaft / Soziale Kommunikation
Kommunikations- wissenschaft mit Schwerpunkt Vergleichende Analyse von Medien- systemen / Kommunikations- kulturen
Vergleichende Literatur- wissenschaft - Schwerpunkt Kultur-, und Medientheorie, Mediengeschichte
Empirische Kommunikations- forschung / Methoden
Kommunikations- wissenschaft mit Schwerpunkt Medienintegration
Projekt: Brief in der Gesellschaft
CLIC - Computer based Learning: Introduction to Communications
Ernährungs- information im Fernsehen
Auslandsrundfunk im "Dialog der Kulturen"
Ehemalige Mitarbeiter
M.A.-Studium
B.A.-Studium

Kommunikationswissenschaft / Soziale Kommunikation

Lehrstuhl von Prof. Dr. Friedrich Krotz

  

Seit Wintersemester 2003 / 2004 lehrt Prof. Dr. Friedrich Krotz an der Universität Erfurt. Er ist Inhaber des Lehrstuhls "Kommunikationswissenschaft / Soziale Kommunikation".

Prof. Dr. Friedrich Krotz war bis dato an den Universitäten des Saarlandes, Hamburg, Berlin und Münster in Forschung und Lehre tätig. 2003 wechselte er nach Erfurt. Seine Forschungsschwerpunkte sind Methoden, Mediennutzung und Rezeption und die zusammenhängenden Entwicklungsfelder der Digitalen Medien und deren gesellschaftlicher Bedeutung als auch der Bereich interkulturelle Kommunikation und die kulturwissenschaftliche Perspektive auf Medien im Alltag der Menschen.

Einen ersten Einblick in das Fachgebiet ermöglicht der folgende Artikel:

Die Welt im Computer

In den fünfziger und sechziger Jahren wurde das aufkommende Medium Fernsehen in zweierlei Perspektiven zum Thema der Wissenschaft: als bläulich schimmerndes "Lagerfeuer", um das sich die Familie versammelt. Und als "Fern"-sehen, als die weite Welt, die durch den Kasten Eingang in die abgetrennte private Sphäre bekommt: Die Welt im Fernsehapparat.

Zuvor war die Welt Jahrhunderte lang vor allem durch bedrucktes Papier erfahrbar gemacht worden. Kultur und Gesellschaft waren von den Techniken des Lesens und Schreibens geprägt: Es bestimmte Alltag, Beruf und Schule. Später kamen der Film, das Radio und schließlich das Fernsehen hinzu. Jedes dieser Medien prägte die Wahrnehmung der Menschen. Und weil sie ihr Handeln auf die Medien einstellten, veränderten sich damit auch die Formen des Denkens und Erlebens, des Zusammenlebens, der Politik und der Konstitution von Sinn.

Heute ist die Welt im Computer. Diese Welt ist Unterhaltung und Information. Sie ist auch Schule und Arbeitsplatz, Spielplatz und Kontaktgelegenheit. Zudem finden sich im Computer immer mehr Wesen, mit denen man sich beschäftigen kann. Die Welt im Computer umfasst nicht nur alle anderen Medien, sondern ist auch als ein telekommunikationsgestütztes Netz organisiert, dass über kurz oder lang auch alle anderen Computer verbindet. Verbunden mit diesem Netz ist das Netz der Handy-Kleincomputer, die nahezu jede/r in der Tasche mit sich herumträgt. Und schon die nächste Generation technischer Geräte wird an dieses Netz Anschluss finden. Die Welt im Computer wird zur universellen, an aller Kommunikation beteiligten Struktur. Um seine Beherrschung streiten sich die Fernsehanstalten, die Hard- und Softwarekonzerne, die Telekommunikationsindustrie: Sie alle versuchen, die Inszenierungsmaschine Computer zu beherrschen. Auch die Politik versucht zu regeln, was zu regeln ist.

Die Welt im Computer ist andererseits anders als die Welt außerhalb des Computers. Der Computer als Universalmaschine ist der Name für eine Basistechnologie, die alle Bereiche des Lebens der Menschen verändert. Nicht, weil Technik per se etwas ändert. Sondern weil die Menschen die ganze Welt und sich selbst, ihre Beziehungen und Probleme durch den Computer hindurch sehen. Weil sich ihr kommunikatives und soziales Handeln und Denken wandelt, und sich dadurch Alltag und Identität, Kultur und Gesellschaft verändern.

Dass das alles passiert, ist unübersehbar. Wie das alles passiert, weiß man nur ungefähr. Wohin es führt, weiß niemand. Politik und Wirtschaft und insbesondere die Zivilgesellschaft müssen mehr darüber wissen - steht doch die Rolle von Demokratie und ihre Ordnung und damit alle Fragen des Zusammenlebens auf dem Spiel. Damit beschäftigt sich die Kommunikationswissenschaft, wie ich sie verstehe und betreibe. Mit allen, die mitmachen.

Professoren:
>Prof. Dr. Friedrich Krotz
Mitarbeiter:
>Matthias R. Hastall, M.A.
>Angelika Pollak
>Iren Schulz (M.A.)
Forschungsschwerpunkte:
>Künstliche Kommunikation

Artikel:
>Promotionsstipendium der Thüringer Landesmedienanstalt (TLM)
>Neue Theorien entwickeln
>Globalisierung der Medienkommunikation
>Mythen der Mediengesellschaft

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